A110
Je nach Fahrzeug kann es sich um Folgendes handeln:
- Gurtstraffern der Aufrollvorrichtung für die vorderen Sicherheitsgurte;
- Brustgurtkraftbegrenzer;
- airbags Fahrer und Beifahrer vorne.
Die Rückhaltesysteme funktionieren bei einem Frontaufprall einzeln oder zusammen.
Je nach Stärke des Aufpralls kann das System Folgendes auslösen
- Blockieren des Sicherheitsgurtes;
- dem Gurtstraffer, der ausgelöst wird, um das Spiel der Sicherheitsgurte zu korrigieren;
- die airbags.
Gurtstraffer
Die Gurtstraffer ziehen den Sicherheitsgurt an den Körper, um den Insassen auf seinem Sitz zu halten und erhöhen dadurch die Wirksamkeit.
Bei eingeschalteter Zündung kann das System nach einem starken Frontalaufprall und abhängig von der Schwere des Aufpralls den Gurtstraffer 1 auslösen, der den Sicherheitsgurt sofort aufrollt.
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- Nach einem Unfall müssen alle Rückhaltesysteme in einer Vertragswerkstatt überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
- Eingriffe oder Änderungen am gesamten System (Gurtstraffer, airbags, elektronische Steuergeräte, Kabelstränge) sowie die Wiederverwendung der Teile in einem anderen, wenn auch identischen Fahrzeug, sind strengstens untersagt.
- Um ein unbeabsichtigtes Auslösen des Systems zu vermeiden und somit Schäden und Verletzungen zu verhindern, sind Arbeiten an Gurtstraffern und airbags ausschließlich dem qualifizierten Personal einer Vertragswerkstatt vorbehalten.
- Eine Kontrolle der Elektrik des Zünders darf ausschließlich durch speziell geschultes Personal mit den vorgeschriebenen Spezialwerkzeugen erfolgen.
- Vor dem Verschrotten des Fahrzeugs ist eine Vertragswerkstatt mit der fachgerechten Entsorgung der Gasgeneratoren der Gurtstraffer airbags zu beauftragen.
Gurtkraftbegrenzer
Bei Überschreiten von bestimmten Aufprallkräften setzt der Gurtkraftbegrenzer ein, um die auf den Körper wirkenden Gurtkräfte auf ein erträgliches Maß zu mindern. Das System verringert somit die Gefahr von Oberkörperverletzungen.
Fahrer und Beifahrer vorne Airbags
Sie sind sowohl auf der Fahrerseite als auch auf der Beifahrerseite vorhanden.
Die Ausstattung mit dieser Ausrüstung wird durch den Schriftzug „Airbag“ auf dem Lenkrad und am Armaturenbrett (im Bereich für den airbagA) sowie je nach Fahrzeugausführung durch ein Symbol im unteren Bereich der Frontscheibe angezeigt.
Jedes airbag-System besteht aus:
- einem airbag mit Gasgenerator (im Lenkrad für die Fahrerseite bzw. im Armaturenbrett für die Beifahrerseite);
- einem Steuergerät zur Überwachung des Systems, das die Zündung des Gasgenerators auslöst;
- einer gemeinsamen Kontrolllampe
an der Instrumententafel
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Das airbag-System funktioniert nach einem pyrotechnischen Prinzip. Aus diesem Grund entstehen beim Auslösen von Airbags Hitze, Rauch (was nicht bedeutet, dass ein Feuer ausbricht) und ein Explosionsgeräusch. In Situationen, in denen der airbag zum Einsatz kommt, kann es zu Hautabschürfungen oder andere Unannehmlichkeiten kommen.
Maßnahme
Das System funktioniert erst nach dem Einschalten der Zündung.
Bei einem schweren Frontalaufprall werden die airbags blitzschnell aufgeblasen und fangen den Aufprall des Kopfs und des Oberkörpers auf dem Lenkrad (Fahrer) bzw. auf dem Armaturenbrett (Beifahrer) ab. Unmittelbar danach wird die Gasfüllung der Airbags abgelassen, damit die Fahrzeuginsassen in keiner Weise am Verlassen des Fahrzeugs gehindert werden.
Funktionsstörungen
Die Kontrolllampe 2
leuchtet beim Einschalten der Zündung in der Instrumententafel auf und erlischt nach einigen Sekunden.
Leuchtet sie beim Einschalten nicht auf oder leuchtet sie bei laufendem Motor, zeigt das eine Systemstörung an.
Wenden Sie sich baldmöglichst an einen Vertragspartner.
Verzögerungen können geminderten Schutz bedeuten.
In folgenden Fällen werden die Gurtstraffer oder airbags ausgelöst.
Frontaufprall gegen eine starre (nicht verformbare) Fläche mit einer Aufprallgeschwindigkeit von mindestens 25 km/h
Frontalkollision mit einem anderen Fahrzeug einer gleichwertigen oder höheren Kategorie mit einer Kollisionsfläche von mindestens 40 %, wobei die Geschwindigkeit beider Fahrzeuge mindestens 40 km/h beträgt.
Seitenkollision mit einem anderen Fahrzeug einer gleichwertigen oder höheren Kategorie mit einer Kollisionsgeschwindigkeit von mindestens 50 km/h
In folgenden Fällen werden gegebenenfalls die Gurtstraffer oder airbags ausgelöst:
- Aufprall unterhalb des Fahrzeugs (z.B. Bordsteinkante)
- Schlaglöcher
- Sturz oder hartes Aufsetzen
- Steine
- ...
In folgenden Fällen werden die Gurtstraffer oder airbags gegebenenfalls nicht ausgelöst:
- Aufprall von hinten, egal wie stark;
- Überschlag des Fahrzeugs
- Seitenaufprall an der Front oder am Heck des Fahrzeugs;
- Frontaufprall, unter dem Heck eines Lastwagens;
- Frontaufprall gegen ein Hindernis mit einem spitzen Winkel
- ...
Folgende Warnungen dienen allesamt zur Sicherstellung, dass der airbag nicht in irgendeiner Weise am Entfalten gehindert und dem Risiko schwerwiegender Verletzungen durch beim Entfalten herausgeschleuderte Gegenstände vorgebeugt wird.
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Warnhinweise für die Fahrer airbag
- Keinerlei Änderungen am Lenkrad oder der Nabe vornehmen.
- Die Lenkradnabe keinesfalls durch Zier- oder Schonbezüge abdecken.
- Keine Gegenstände (Anstecker, Aufkleber, Uhr, Telefonhalterung...) auf der Lenkradnabe befestigen.
- Das Lenkrad nie ausbauen oder zerlegen (dies ist ausschließlich geschulten Mitarbeitern der Vertragswerkstätten vorbehalten).
- Den Sitz so einstellen, dass genügend Abstand zum Lenkrad besteht. Die Arme sollten leicht angewinkelt sein (siehe „Einstellen der Sitzposition“ in Kapitel 1). So steht genügend Freiraum zur Verfügung, damit sich der Airbag ungehindert entfalten und Ihnen Schutz bieten kann.
Warnhinweise für den Beifahrer airbag
- Es dürfen keine Gegenstände (z. B. Anstecker, Aufkleber, Uhren oder Telefonhalterungen) am Armaturenbrett auf dem airbag oder in dessen Umgebung angebracht werden.
- Nichts zwischen Armaturenbrett und Beifahrer unterbringen (Tier, Regenschirm, Spazierstock, Pakete...).
- Die Füße nicht auf das Armaturenbrett oder den Sitz stellen, da dies schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben könnte. Allgemein gilt: Alle Körperpartien (Knie, Hände, Kopf...) müssen vom Armaturenbrett entfernt gehalten werden.
- die zusätzlichen Rückhaltesysteme des Beifahrersitzes müssen wieder aktiviert werden, sobald der Kindersitz entfernt wird, um den Schutz des Beifahrers im Falle eines Aufpralls zu gewährleisten.
BEI NICHT DEAKTIVIERTEN RÜCKHALTESYSTEMEN NEBEN DEM BEIFAHRERGURT VORNE DARF AUF DEM BEIFAHRERSITZ VORNE KEIN KINDERSITZ GEGEN DIE FAHRTRICHTUNG MONTIERT WERDEN
(Siehe Abschnitt 1 unter „Kindersicherheit: Deaktivierung, Aktivierung des Beifahrer-airbags“.)